Um eine Weltleitmesse wie die bauma erfolgreich zu organisieren, braucht es kluge Köpfe, strategische Planung und jahrelange Vorbereitung. Eine zentrale Rolle spielt dabei Projektleiterin Mareile Kästner, die mit ihrem Team über drei Jahre hinweg die Veranstaltung plant und steuert. In einem Interview auf Messe.TV gibt sie spannende Einblicke in die Herausforderungen, die die Organisation einer solchen Messe mit sich bringt, und erklärt, wie sich die Baubranche in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.
Die bauma ist nicht nur flächenmäßig die größte Messe der Welt, sondern auch ein Treffpunkt für die internationale Baubranche. Mehr als 500.000 Besucher aus über 200 Ländern kommen innerhalb einer Woche zusammen, um sich über Innovationen, Maschinen und Technologien zu informieren. Doch bevor die Messe startet, läuft hinter den Kulissen eine aufwendige Planung: Drei Jahre Vorbereitungszeit sind notwendig, um die Veranstaltung optimal zu organisieren. Gerade das Jahr vor der Messe ist eine intensive Phase, in der die Aufplanung abgeschlossen sein muss. Dies ist entscheidend, damit Aussteller ihre Stände und Maschinen frühzeitig vorbereiten können – insbesondere bei großen Außenflächen, auf denen Kräne, Bagger und Asphaltanlagen bereits Wochen vor Messebeginn aufgebaut werden.
Obwohl die bauma für ihre großen Baumaschinen und robusten Geräte bekannt ist, spielt auch die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle. Building Information Modeling (BIM) ist ein zentrales Thema, das die Zukunft der Baustellen prägen wird. Diese Technologie ermöglicht es, Bauprojekte vorab digital zu simulieren, um Kosten zu sparen und Bauprozesse zu optimieren. Neben den Herstellern von Baufahrzeugen und Maschinen nehmen auch Unternehmen aus dem Bereich Software und digitale Systeme eine immer größere Rolle auf der bauma ein. Bereits heute fragen viele Anbieter von vernetzten Lösungen und Steuerungssystemen nach mehr Fläche, um ihre Innovationen optimal präsentieren zu können.
Trotz aller technologischen Fortschritte wird sich die bauma nicht in eine reine Computermesse verwandeln. Baumaschinen bleiben essenziell, denn schwere Lasten lassen sich nicht nur mit Software bewegen. Doch die Art, wie Baustellen geplant und durchgeführt werden, wird sich durch smarte Lösungen und digitale Technologien in den kommenden Jahren deutlich verändern. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem vorausschauenden Management sorgt Mareile Kästner dafür, dass die bauma nicht nur eine Fachmesse, sondern ein internationales Branchenhighlight bleibt. Die Planungen für die bauma 2019 haben bereits begonnen – mit dem klaren Ziel, erneut Maßstäbe für die gesamte Baubranche zu setzen.